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Handwerkskunst made by ButschWood.

10. September 2019

Mit einer eigenen Tischlerei hat Sebastian Thews sich einen Traum erfüllt: Unter dem Namen ButschWood kreiert der Bremer traditionelle Handwerkskunst aus innovativen Ideen, hochwertigen Materialien und modernen Designs.

Vor wenigen Jahren hätte Sebastian Thews niemals gedacht, dass er Karriere als Tischler in Bremen machen würde. Nach dem Abitur, mehreren Reisen durch Kanada und Irland sowie einem BWL-Studium in Göttingen führte ihn sein Weg als Praktikant in die Tischlerei eines Freundes. Ohne handwerkliche Erfahrung beschäftigte sich der heute 31-Jährige zum ersten Mal in seinem Leben mit Holzarbeiten.

Mit Tradition und Trend zum Erfolg.

Eine wegweisende Erfahrung. Denn schon nach kurzer Zeit entwickelte er eine Leidenschaft für das Handwerk – er blieb dabei, machte eine Ausbildung und richtete sich in einem Keller eine eigene kleine Werkstatt ein. Darin fertigte er Kunstwerke für Familie und Freunde. Mit Erfolg! In Bremen sprach sich herum, dass es einen talentierten Newcomer gäbe, der eindrucksvolle Kreationen hervorbringt. Das sorgte für Neugierde, die Nachfrage stieg. Thews gründete schließlich das Ein-Mann-Unternehmen ButschWood, das mittlerweile durch eine Werkstattgemeinschaft von vier bis fünf Tischlern aus Bremen unterstützt wird. Von kleinen Holzarbeiten bis hin zu großen Möbeln und Einrichtungsgegenständen steht das Unternehmen für traditionelles Handwerk gepaart mit modernen Designs.

Bei seiner Arbeit verbindet Sebastian Thews traditionelle Handwerkskunst mit modernem Design.

Für welche Arbeiten fragen die Bremer ButschWood momentan am meisten an?

Für Einbautische aus Eichenholz. Massivholz liegt gerade voll im Trend. Kombinieren lassen sich die rustikalen, „unperfekten“ Elemente mit stylishen, modernen Lackteilen, zum Beispiel in Schwarz, Blau oder Weiß.

Woher nimmst du deine Ideen für die Umsetzung?

Ich blättere durch Fachzeitschriften, recherchiere viel im Netz oder besuche Messen und Events wie den Kajenmarkt. Das dient aber nur als Inspiration. Wenn konkret ein Projekt in Bremen ansteht, beschäftige ich mich zuerst mit den Wünschen meines Auftraggebers, um im Anschluss daran Ideen für die Umsetzung zu sammeln. Bei den Entwürfen und Skizzen helfen mir häufig Innenarchitekten aus Bremen. Das Ganze ist ein Prozess.

Wie geht’s dann weiter?

Bevor es an die konkrete Herstellung geht, bestelle ich die benötigten Materialien bei Holzhändlern aus Bremen und der Region, sofern ich sie nicht vorrätig habe. Hauptsächlich arbeite ich mit hochwertigem, rustikalem Massivholz, das in der Regel über 100 Jahre alt ist. Doch auch kunststoffbeschichtete Spanplatten und selbst hergestellte lackierte Oberflächen aus Holz verwende ich regelmäßig. Und dann wird gesägt, geschliffen, geschnitzt, gemessen und poliert. Je nach Größe des Projekts ist meine Kreation etwa drei bis vier Wochen später abholbereit.

Angesagt: Schriftzüge aus massivem Eichenholz von „ButschWood“.

„In Zukunft würde ich gerne ein Haus restaurieren – das wäre ein Traum.“

Sebastian Thews

Welche Skills sind wichtig bei der Umsetzung deiner Handwerkskunst?

Präzision, Kommunikation und Liebe zum Detail. Als Tischler muss ich immer exakt arbeiten, damit am Ende alle Komponenten zusammenpassen. Zum Glück teile ich mir die Werkstatt in Bremen mit vier bis fünf Tischlern, sodass ich mir bei Fragen Rat und andere Meinungen einholen kann. Sowohl der Austausch mit meinen Kollegen als auch der Kundenkontakt sind extrem wichtig für mich.

Was sind deine Pläne für die Zukunft?

Oh, da stehen einige Projekte an. Mittlerweile steht ButschWood ja nicht mehr nur für die Kreation von Holzarbeiten, sondern auch für allerlei Reparaturen rund ums Eigenheim. Wir erneuern zum Beispiel Treppenbeläge, bauen Fenster sowie Türen und fertigen Handläufe an. In Zukunft würde ich gerne mal ein komplettes Haus restaurieren – das wäre ein Traum.

ButschWood

Osterdeich 64
28203 Bremen

Fotos: © ButschWood